Geschichte 1985-1993

1983 entstanden die ersten Gehversuche in der Improvistion, obwohl die Besetzung erst aus Klarinette, Trompete und Posaune bestand.
Diese Aufnahme wird auch bald bei "Audio" zu finden sein (vielleicht).
Mit der vollen Besetzung dann 1985 der erste Gig bei einem Dillinger Fahrradhändler. 1990 war das 5-jährige Jubiläum. Nach insgesamt 167 Gigs war die Geschichte wieder vorbei, Markus ging nach Berlin, Alex zum Studieren nach Ulm. Der letzte Gig fand am 04. September 1993 auf einer Hochzeit im Thaddäus statt.

Trotzdem sind immer noch Aufkleber auf Autos, Instrumentenkoffern usw. zu finden.

Roland Riedel, ein treuer Fan und guter Freund der Donautown Jazzband schrieb in einem Zeitungsartikel zum 5-jährigen Jubiläum (1990):

Mit einer Kassette der "Hot Dogs" fing alles an

Einen stetig wachsenden Stellenwert in der Musikszene nimmt der legendäre Jazz ein. Daß rhythmisch und improvisatorisch ambitionierte Musiker aus den Reihen der Stadtkapelle aber dieser Musikrichtung zu frönen beginnen, ist nicht ganz alltäglich. Und so kreierte sich das Jazzrezept. Alex, Christian und Markus fanden die erworbene Kassette der "Hot Dogs" einfach Spitze. Der Sound und die Arrangements sprachen sie an und entlockten den drei Musikern - damals noch bei der Stadtkapelle Dillingen - wahre Begeisterung. "Jazz" hieß das Zauberwort und auch die Richtung stand von vornherein fest: "Oldtime" ! Die drei hatten sich verschworen, im Bewußtsein eines weiteren "starken" Vertreters in der Stadtkapelle, Wolfgang Düthorn auf ihre Seite zu bringen. Die Grundbesetzung war geschafft. Alexander spielte Klarinette, Christian Trompete und Kornett, Markus spielt Posaune und Wolfgang pauert Bass. Was noch fehlte, war die Besetzung mit einem Saiteninstrument. In Marita Höppner konnte eine Gitarristin gewonnen werden, die sich schnell mit der Musikrichtung "Jazz" vertraut gemacht hatte. Die Basis zur Aufbauarbeit war gelegt. Vorgegebene Jazz-Arrangements ohne Improvisation wurden einstudiert und in Peter Seitz ein Schlagzeuger gefunden, der sich mühte, den richtigen Schlag zu setzen. Alexander, der sich als Bandleader hervortat, begann Arrangements von Platten zu übertragen und erste Schritte zur Improvisation und der damit verbundenen eigenen Prägung des Oldtime-Jazz waren getan. Kleinere Auftritte folgten und schon bald war die Donautown Jazzband ein Begriff in Dillingen und Umgebung.

Noch im Jahr der Formation verhalf eine Zeitungsnotiz noch populärer zu werden und das Bewußtsein für den "Dillinger Jazz" wuchs in der Bevölkerung. Hand in Hand mit den Auftritten - in Bonn, Heilbronn, Stuttgart, Ischgl, Nürnberg, Augsburg, München - mußte das Repertoire ausgeweitet werden und echte Knochenarbeit war angesagt. Die Proben wurden intensiviert, die Lieder anspruchsvoller. Um mehr Erfahrungen zu sammeln, nahmen die Donautownler an Sessions mit bekannten Jazzbands teil - Höhepunkt war hierbei ein Abend mit Rod Mason (man nennt ihn den "Louis-Armstrong-Nachfolger"). Nach der Neubesetzung des Schlagzeugs im September 1986 mit Christian Schulz war ein weiterer Schritt in "Richtung Erfolg" geschafft. Durch das "frische Blut" mischten sich Swingnummern der 30er und 40er Jahre ein und der Revival Jazz der 80er Jahre sollte die Jazz-Palette abrunden. Heute spielen die Musiker der "Donautown Jazzband" praktisch quer durch die Jazz-Geschichte. Mit über 100 Titeln sprechen die jungen Musiker Interessenten jeden Alters an.